Zum Inhalt springen

Warum blutet das Zahnfleisch und wann sollte es untersucht werden?

Warum blutet das Zahnfleisch und wann sollte es untersucht werden?

Eine häufige Ursache von Zahnfleischbluten ist eine Entzündung durch Plaque auf den Zähnen und am Zahnfleischrand. Auch starkes Putzen, Verletzungen bei der Zwischenraumreinigung, hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft und manche Medikamente können Blutungen beeinflussen. Wiederholtes Bluten nur mit einer zu harten Bürste zu erklären, ist nicht richtig. Um die Ursache zu unterscheiden, müssen Zahnfleisch und Zähne gemeinsam untersucht werden. [1]

Was unterscheidet Plaque, Gingivitis und Parodontitis?

Plaque ist ein bakterienhaltiger Belag, der sich auf der Zahnoberfläche erneut bildet. Ohne regelmäßige Entfernung kann er den Zahnfleischrand reizen. Eine Entzündung mit Rötung, Schwellung und leichter Blutung nennt man Gingivitis. Durch Plaquekontrolle und notwendige professionelle Reinigung kann sie sich zurückbilden. [2]

Bei Parodontitis sind auch zahnhaltende Gewebe und Knochen betroffen. Zahnfleischrückgang, Zahnwanderung oder Lockerung können auftreten. Nicht jede Blutung bedeutet Parodontitis; auch Zahnfleischrückgang hat verschiedene Ursachen. Schmerzfreiheit beweist umgekehrt nicht, dass das Stützgewebe gesund ist. [3]

Was verrät die Art der Blutung?

Notieren Sie vor dem Termin, ob nur eine Stelle oder der ganze Mund betroffen ist, ob die Blutung beim Putzen oder spontan beginnt und wie lange sie besteht. Berichten Sie auch über Mundgeruch, schlechten Geschmack, Empfindlichkeit, Schwellung, größere Zahnlücken oder Kaubeschwerden. Diese Angaben allein stellen keine Diagnose dar, helfen aber bei der Untersuchung. [10]

Verschieben Sie bei leicht auftretender und spontaner Blutung, deutlicher Schwellung oder neu auftretender Zahnlockerung die Beurteilung nicht. Sehr schmerzhaftes, geschwollenes Zahnfleisch oder eine bemerkte Gewebemasse im Mund erfordern ebenfalls eine raschere zahnärztliche Untersuchung. Bei starker oder nicht rasch aufhörender Blutung kontaktieren Sie unverzüglich medizinisches Fachpersonal. [5] [1]

Warum sind Allgemeingesundheit und Medikamente wichtig?

Bei Diabetes, besonders bei unzureichender Blutzuckerkontrolle, können Zahnfleischprobleme schwerer verlaufen und schlechter heilen. Da Zahnfleischgesundheit und Diabeteskontrolle sich gegenseitig beeinflussen können, sollte die Praxis Ihre Diabetesdiagnose und Betreuungssituation kennen. Dies bedeutet nicht, dass alle Menschen mit Zahnfleischbluten Diabetes haben. [6]

Hormonveränderungen in der Schwangerschaft können die Reaktion des Zahnfleischs auf Plaque verstärken. Obwohl Blutungen dann häufig sind, sollte die Untersuchung nicht mit dem Gedanken verschoben werden, es werde nach der Geburt schon vergehen. Informieren Sie das zahnmedizinische Team über Schwangerschaft und Medikamente; Pflege und Kontrollhäufigkeit werden individuell geplant. [7]

Teilen Sie unbedingt mit, wenn Sie gerinnungshemmende Medikamente nehmen. Setzen Sie diese nicht eigenständig ab und ändern Sie die Dosis nicht, um Blutungen zu verringern. Entscheidungen vor einem zahnärztlichen Eingriff erfolgen bei Bedarf gemeinsam mit der betreuenden ärztlichen Praxis. Auch Tabakkonsum gehört zur Beurteilung von Zahnfleisch und Heilung. [8] [9]

Was wird bei der Untersuchung beurteilt?

Plaque und Zahnstein, Blutungsstellen, Zahnfleischrückgang und Zahnbeweglichkeit werden untersucht. Die Räume um die Zähne werden mit einem geeigneten Messinstrument beurteilt; bei Bedarf zeigen Röntgenaufnahmen den Knochenhalt. Ein einzelner Taschenwert oder ein Foto erklären nicht den gesamten Erkrankungsgrad. Der Plan entsteht aus allen Befunden. [4]

Das Vorgehen soll Blutungen nicht nur kurzfristig stoppen. Belagsentfernung, verbesserte tägliche Reinigung und Kontrollen der Gewebereaktion können erforderlich sein. Zahnstein lässt sich nicht mit der Bürste entfernen und sollte zu Hause nicht mit harten Gegenständen abgekratzt werden. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Zahnfleischbehandlung. [11]

Häufig gestellte Fragen

Soll ich bei Blutung mit dem Putzen aufhören?

Völliger Verzicht kann die Plaqueansammlung verstärken. Reinigen Sie vorsichtig mit einer weichen Bürste; zeigen Sie der Praxis Größe und Technik Ihrer Zwischenraumhilfe. Lassen Sie wiederkehrende Blutungen kontrollieren. [5]

Kann ich ohne Schmerzen abwarten?

Zahnfleischerkrankungen können ohne deutliche Schmerzen fortschreiten. Wiederkehrende Blutung allein genügt als Anlass zur Untersuchung. [2]

Löst eine Mundspülung das Problem?

Eine Spülung kann bei Bedarf zum Pflegeplan gehören, ersetzt aber nicht die Kontrolle von Plaque und Zahnstein. Bestimmen Sie Produkt und Anwendungsdauer gemeinsam mit der Zahnarztpraxis. [4]

Ist bei jeder Blutung eine weiterführende Zahnfleischbehandlung nötig?

Nein. Der Umfang hängt von Ursache und Zustand des Stützgewebes ab. Eine frühe Entzündung hat andere Pflegeanforderungen als eine Erkrankung mit Knochenverlust. [9]

Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Untersuchung, Diagnose oder individuelle Behandlungsempfehlung.

Quellen

  1. ADA MouthHealthy — Bleeding Gums
  2. ADA MouthHealthy — Gum Disease
  3. EFP — Check your symptoms
  4. NIDCR — Periodontal (Gum) Disease
  5. NHS — Gum disease
  6. CDC — Oral Health and Diabetes
  7. ADA MouthHealthy — Pregnancy and your dental health
  8. NHS — Anticoagulant medicines: considerations
  9. Public Health Agency of Canada — Gum disease
  10. CDC — About Periodontal (Gum) Disease
  11. EFP — Gum disease: Treatment

Das medizinische Prüfdatum bezieht sich auf den türkischen Originaltext, nicht auf eine erneute ärztliche Prüfung der Übersetzung.

Türkisches Original